Seine weibliche Seite

Seine weibliche Seite

,,I’m just an insect trying to get out of your light.“  –  Radiohead, All I Need

Louis war 22 und wohnte noch bei seinen Eltern. Obwohl er 22 war, hatte in sein Zimmer noch nie ein Mädchen seinen Fuß gesetzt. Nicht, dass mit Mädchen überhaupt noch nichts gelaufen wäre, aber bei ihm zu Hause war noch nie eine gewesen.

In der Realschule war Louis jahrelang in Luisa verliebt. Sie entsprach seinem Idealtyp einer Freundin. Sie hatte blonde Haare, große Augen, runde Wangen, er fand sie nett, offen und natürlich, ein optimistischer Mensch, der einen an das Beste in der Welt glauben ließ. Sie teilten dieselben Interessen für Mode, für bestimmte Filme, mochten dieselben Personen aus ,,Berlin Tag & Nacht‘‘. Leider hatte sie einen Freund, und als das zu Ende ging, bald einen neuen. Aber selbst wenn es anders gewesen wäre, nie hätte er es übers Herz gebracht, ihr seine Liebe zu gestehen. Stattdessen behielt er sie als kostbares, tröstliches Geheimnis für sich allein. Nur seinem besten Freund Samuel erzählte er davon, der es auf einer Klassenfahrt an der Bushaltestelle herausposaunte. Louis war sicher, dass Luisa es gehört hatte. Luisa tat aber so, als sei nichts gewesen. Sie fuhr nicht herum, starrte ihn nicht aus großen, verwunderten Augen an, zuckte nicht einmal zusammen. Sie nahm seine unfreiwillig über einen Dritten erfolgte Liebeserklärung einfach hin.

Nach Abschluss der Realschule nahm er die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger auf und installierte ,,Lovoo‘‘, eine Dating-App. Die Mädchen, die länger mit ihm am Chatten blieben, entsprachen nicht seiner Traumfrau, aber na ja, wenn man genau hinschaute, konnte man meist schon etwas Hübsches an ihnen finden. Der Leberfleck über dem rechten Mundwinkel der einen zum Beispiel, oder die Augen der anderen, die sie in Großaufnahme fotografiert hatte und als Profilbild benutzte, das einzige Bild, das sie von sich preisgab, bis sie ihm nach einem Dutzend Nachfragen ein Ganzkörperfoto schickte, woraufhin er den Kontakt abbrach.

Mit einer kam es schließlich zu einem Treffen. Sie verabredeten sich im Park zum Spaziergang. Vor dem abstrakten Stahlrohrhaufen am Eingang – die Art von Kunstwerken, die in Kleinstädten die Parks kultivieren – wartete sie schon auf ihn. Zur Begrüßung umarmten sie sich. Bereits der erste Blick ließ keine Zweifel, dass dies keine Freundin für ihn werden könnte. Weder ihr Kleidungsstil noch ihre Figur noch die Pickel auf ihrer Backe gefielen ihm. Sie liefen ein Stück am Bach entlang. Nach fünf Minuten rief ihre Freundin an und erbat sich Rat im Falle ihres betrügenden Freundes. Die nächste Viertelstunde nahm die Lagebesprechung zwischen Clara – so hieß ,,sein Date‘‘ – und ihrer Freundin ein. Dann steckte sie das Handy zurück in die Tasche, entschuldigte sich, und sie küssten sich. Es war sein erster Zungenkuss, er währte zwanzig Minuten, und währenddessen schweiften seine Gedanken zur aktuellen ,,Battlefield‘‘-Mission, deren Lösung er noch nicht gefunden hatte. Ihr Nasenpiercing störte ihn, er stieß andauernd mit der Nase dagegen, und es war feucht und schmeckte komisch. Er begriff nicht, wie darum so viel Aufhebens gemacht werden konnte.

Am Abend schrieb sie, sie habe es sehr schön gefunden, und er antwortete, er auch, und sie hörten nie wieder voneinander.

Einen Monat später lernte er Isa kennen. Über die Dating-App stieß er auf sie. Er sah ihre Fotos, und sofort stellte sich jene verzweifelte, glühend heiße Sehnsucht ein, die mit dem Gedanken einhergeht, wie schön es sein könnte. Er konnte es kaum glauben, als sie den Chat nicht nach den höflichkeitsgebietenden Floskeln einschlafen ließ, sondern von sich aus schrieb, bald alle fünf Minuten. Sie wurde das Erste, mit dem er den Tag begann, und das Letzte, mit dem er ins Bett ging, sie begleitete ihn auf seiner Arbeit, wartete in jeder Pause auf ihn. Jede freie Minute verwandte er darauf, einen Blick auf sie zu werfen, und ein Blick genügte, alle verdrießlichen Alltagssorgen zu zerstreuen. Oft saß er stundenlang in seinem Zimmer auf der Couch, ohne dass ihn die Außenwelt hätte erreichen können, ihre Worte auf dem Display absorbierten ihn vollkommen.

Behutsam, in ständiger Angst, etwas Falsches zu sagen, woraufhin sie aus seinem Leben verschwinden könnte wie ein Traum, tastete er sich vorwärts. Doch bald schon merkte er, dass mit ihr eine Unterhaltung über alles möglich war, kein Thema blieb tabu. Ja, sie hatte schon mit einem Jungen geschlafen, ihrem ersten Freund, fand es aber süß, dass er sein erstes Mal noch nicht gehabt hatte. Sie vertraute ihm an, mit welchen Stellen ihres Körpers sie allen unzufrieden war, und zeigte ihm Fotos von jeder einzelnen. Aus dem Urlaub lächelte sie ihm in Bikini zu und präsentierte ihm den weißen Strich, den ihr BH auf dem blanken Rücken hinterlassen hatte. Als er zufällig auf das Foto einer einsamen, tropischen Bucht stieß, schickte er es ihr, und sie entlockte ihm das Geständnis, dass er dort gerne mit ihr läge ,,und vielleicht noch mehr‘‘. Männer hätten sie bisher nur bitter enttäuscht, schrieb sie, aber er sei anders. Ihm vertraue sie bedingungslos, und er könne ihr genauso bedingungslos vertrauen.

Manchmal kam es vor, dass sie plötzlich stundenlang nicht antwortete, und wenn er dann wiederholt fragte, was denn los sei, und darum bat, sie möge ihm erklären, was er falschgemacht habe, er wolle sich für alles entschuldigen, ganz sicher habe er sie nicht mit Absicht reizen wollen, ignorierte sie ihn entweder oder reagierte einsilbig. Erst Stunden oder einen ganzen Tag später rückte sie endlich mit der Sprache raus und legte ihm dar, worin sein Vergehen bestünde. Oft war es ein winziges Detail: Im Zusammenhang mit ihrer neuen Brille hatte er das Wort ,,streng‘‘ benutzt, also strafte sie ihn mit eineinhalb Tagen Schweigen. Oder er hatte mit seiner Antwort auf ihre Nachricht drei Stunden lang warten lassen; dann halfen alle Beteuerungen nichts, die Arbeit habe ihn voll in Beschlag genommen, darauf stand ein Abend Isa-Entzug. Jedes Mal quetschte Panik seine Brust. Allein der Gedanke, sie verlieren zu können, brachte ihn außer sich, und fünf-, sechsmal schrieb er ihr, bis er endlich einsehen musste, dass sie es war, die bestimmte, wann sie den Entzug beendete, und er dabei keinerlei Mitspracherecht besaß.

Umgekehrt gab auch sie ihm Anlässe zu Unmut, den auszuleben er sich jedoch nicht leisten konnte. Ständig traf sie sich mit diesem Linus, ihrem Ex-Freund. Wann immer sie erwähnte, nachher gehe sie noch mit Linus in die Stadt, oder gestern Abend habe sie mit Linus einen Film geguckt, kriegte er Bauchschmerzen, da konnte sie noch so vehement versichern, zwischen ihnen laufe nichts mehr, sie seien bloß gute Freunde geblieben. Auf Facebook machte er das Profil des Typen ausfindig. Er war dünner als er und kräftiger, und vor allem sah er männlicher aus, während Louis‘ rundes, pausbäckiges, bartloses Gesicht sich seit seinem fünfzehnten Lebensjahr kaum verändert hatte. Manchmal verfolgte ihn Linus bis in seine Träume, wo er Isa vor seinen Augen ,,klarmachte‘‘.

Da Isa und Louis sich ihre Leben gegenseitig nahtlos schilderten und jeden Tag im Leben des anderen lückenlos kannten, wirkte es erst recht verdächtig, wenn sie sich manchmal in einen Widerspruch verstrickte. Heute Morgen sei sie zu spät zur Schule gekommen, weil der verdammte Bus Verspätung gehabt habe, schimpfte sie sich bei ihm aus. ,,Aber du fährst doch gar kein Bus?‘‘, schrieb er. Sie selbst hatte ihm die Google-Maps-Koordinaten ihres Hauses geschickt, das nur ein paar Ecken von ihrer Realschule entfernt lag, eine Strecke, auf der keine Busse verkehrten, was bedeuten musste, dass sie woanders übernachtet hatte. ,,bei einer Freundin‘‘, erklärte sie freiheraus, ,,und jetzt hör auf mich zu verhören, fehlt nur noch das du nen privatdetektiv auf mich ansetzt‘‘. Er schickte ihr eine Kopie ihrer Nachricht von gestern, 20.01 Uhr: ,,Für heut muss ich schluss machen, muss noch lernen für ne arbeit (genervter Smiley) wünsch mir glück! gute nacht!‘‘ Von einer Übernachtung bei einer Freundin war da noch keine Rede gewesen. Hatte sie ihm ihre wirklichen Absichten für diesen Abend verheimlichen wollen? ,,mann louis, manchmal kannst du echt krass nervig sein! vertraust du mir nicht? also gut, wenn du es so wilst: sabrina, meine beste freundin hatte liebeskummer und hat mich um halb 9 angerufen ob ich nich zu ihr kommen kann. und da war ich dann die ganze nacht. keine angst, gelaufen is nix (Zwinkersmiley). ich finds ja süß wie du dir sorgen machst (Kusssmiley)‘‘ Und er fühlte die heiße Liebe ihn erneut durchfluten und entschuldigte sich für sein Misstrauen.

Von Angesicht zu Angesicht wären die Gespräche, die sie führten, nicht möglich gewesen. Nie hätte er gewagt, seine Gefühle für sie auszusprechen. Doch über das Medium des Chats fiel es ihm auf einmal ganz leicht, darüber zu reden. Hier herrschte das Gefühl, es gebe nichts, was nicht gesagt werden dürfe. Also sagte er ihr, dass er immer an sie dachte, dass sie die Erste war, die er wirklich liebte, und dass es nichts an ihr gab, was er nicht vergötterte. Meistens belohnte sie ihn für eine solche Nachricht mit einem ,,Jetzt wünsch ich mir einfach nur dass du mich umarmst.‘‘ oder ,,schade dass du nicht bei mir im bett bist‘‘ oder ähnlichen Anspielungen, die seinen Körper an verschiedenen Stellen in Aufruhr versetzten.

Etwas unternehmen, um diese Umarmung Wirklichkeit werden zu lassen, tat sie nicht, obwohl sie nur eine halbe Stunde mit dem Zug entfernt wohnte. Wahrscheinlich lag es an ihm, ein erstes Treffen anzustoßen. Doch verwirrenderweise verspürte er gar kein so starkes Bedürfnis danach. Wenn er sich vorstellte – und er stellte es sich oft vor -, sie in seine Arme zu schließen in der Gewissheit, sie gehöre ihm, dieses perfekte Mädchen sei nun seine Freundin, würde er die Realität sofort dagegen eintauschen? Ein normaler Mensch, glaubte er, würde diese Frage ohne Überlegen mit Ja beantworten, doch für ihn hatte diese Vorstellung, so verlockend sie war, auch etwas Beängstigendes. Hatte er vielleicht Angst vor seinem Glück? Jedenfalls hatte er tiefsitzende Zweifel an seinen Chancen bei ihr. Bisher kannten sie sich nur von Fotos, alles lief über das Handy. Ein reales Aufeinandertreffen barg dagegen reale Gefahren: Man konnte nur noch unvollständig kontrollieren, was der andere von einem zu Gesicht bekam. Mit dem Sicherheitsabstand der Drahtlosnetzwerkverbindung war es ihm möglich, eine Selbstsicherheit an den Tag zu legen, zu welcher er in der Realität keinen Zugang fand. Im Chat traute er sich, heikle Fragen zu stellen, fielen ihm witzige Bemerkungen ein, blieb genügend Abstand, um genau überlegen zu können, was die beste Antwort wäre. Hier am Handy führte er, zumindest zur Hälfte, Regie. Bei einem realen Treffen wäre er den Umständen hilflos ausgeliefert. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis ihr das Ausmaß seiner Unbeholfenheit klarwürde. Eine Zurückweisung, darüber bestand kein Zweifel, würde ihn auf ewig prägen.  

Nach einem Jahr war es so weit. Er saß in seinem Zimmer und wartete darauf, dass sie schrieb. Sie hatten heute erst vierzig Nachrichten ausgetauscht, die letzte mittags. Aus Gewohnheit öffnete er ihre Facebookseite. Der neue Eintrag stach sofort ins Auge: ,,Linus Roth‘‘ hatte geschrieben: ,,Zwei Jahre!!!‘‘, flankiert von Herzen, darunter ein Foto, darauf er und Isa küssend vor einer untergehenden Sonne. Seine Hand ließ das Handy los. Im Fernsehen machte Mike aus ,,Köln 50667‘‘ gerade eine Spritztour mit einem geliehenen Porsche und freute sich über das Schnurren des Motors. Stundenlang schien er einfach so dazusitzen und sich zu fragen, wie er das aushalten sollte, doch als er das nächste Mal aufs Handy schaute, waren kaum fünf Minuten vergangen. Seine Hand, sein ganzer Körper zitterten. Es konnte nicht sein. Vielleicht war es ein alter Eintrag aus der Zeit, als sie noch ein Paar gewesen waren, zufällig auf die Spitze ihrer Seite gerutscht wegen eines Fehlers im Facebook-System. Oder Linus hatte ein altes Foto genommen, um an ihre gemeinsame Zeit zu erinnern. Er musste sie hören. Sie musste ihm sagen, dass das ein Missverständnis war, dann wäre alles wieder in Ordnung. ,,Bist du da?‘‘, schrieb er. Gleich darauf erschienen die drei tanzenden Punkte, die verhießen, dass sie da war: ,,Was ist?‘‘ Er kopierte das Bild und schickte es ihr. Diesmal brauchte ihre Antwort länger. Es tue ihr leid, was passiert sei. Sie habe ihn nie verletzen wollen, könne aber verstehen, wenn er verletzt sei. Er müsse ihr glauben, dass er ihr sehr wichtig sei. Ja, sie sei mit Linus zusammen. Sie hätten sich nie getrennt, es tue ihr leid, dass sie gelogen habe. Aber die Gespräche mit ihm bedeuteten ihr so viel. Sie habe jemanden gebraucht, mit dem sie reden könne, und sie sei so froh gewesen, ihn gefunden zu haben. Sie habe Angst gehabt, wenn sie erzähle, einen Freund zu haben, finde er sie nicht mehr interessant.

Die nächsten Tage hatte er keinen Hunger. Auch die lauteste, schnellste, brutalste Musik half nichts gegen die Gedanken an sie. Wenn er Frühdienst hatte und um halb sechs der Wecker klingelte, griff er aus Gewohnheit sofort nach dem Handy und öffnete ihren Chat, bevor ihm im nächsten Moment einfiel, wieso die letzte Nachricht Tage zurücklag und für immer die letzte bleiben würde. Nichts fiel ihm ein, wofür es sich aufzustehen lohnte. Mit schonungsloser Brutalität wurde ihm die Leere des anstehenden Tages bewusst. In den Momenten, die er sonst immer um ihrer willen das Handy hervorgezogen hatte, klaffte nun ein Loch, und das war fast jeder Moment. Was sollte er mit der einen Stunde Mittagspause anfangen, wenn es nichts anderes zu tun gab, als in die Stadt zu laufen und sich einen Burger zu holen? Fernseher und Stereoanlage betonten erst recht die Stille und Verlassenheit. Seinen Eltern hatte er nie von Isa erzählt. Nun verriet ihn sein Zustand. Als er fertig erzählt hatte, meinte sein Vater: ,,Wart nur ab, wenn du dann mal was Richtiges hast, hast du die Geschichte in nullkommanix vergessen.‘‘ Was Richtiges? War denn das, was sie ein Jahr lang miteinander gehabt, all die Geheimnisse, die sie geteilt hatten, all die Abende und Nächte, die sie füreinander dagewesen waren, die Tausende von Nachrichten, die sie ausgetauscht hatten – war das nichts Richtiges? Hatte er sich von Anfang an nicht nur etwas vormachen lassen, sondern auch sich selbst etwas vorgemacht?

Nach ein paar Tagen begann er, alle Nachrichten von vorne durchzulesen. Es dauerte eine halbe Stunde, bis zum Anfang hoch zu scrollen. Manche Nachrichten las er immer wieder: ,,Du bist der einzige mensch, louis, dem ich völlig vertrau. ich will dass es zwischen uns genau so bleibt wie jetzt in diesem moment. Das mit uns ist was besonderes.‘‘

                                                                                      —

Als das Handy summte und ihr Name aufleuchtete, war sie das Letzte, womit er gerechnet hatte. Augenblicklich setzte das Gefühl ein, auf einem vereisten Hang ins Rutschen zu geraten. Wie damals, als vor eineinhalb Jahren schlagartig das Ende eingetreten war, saß er auf der Couch vor laufendem Fernseher hinter geschlossenen Rollläden.

,,Wie gehts? (Smiley)‘‘

Er antwortete: ,,Gut und dir?‘‘

,,komme grad aus einem Loch, habe viel durchgemacht…‘‘

Es war sofort wie damals, als wäre nie Pause gewesen, als hätte es eine verschwiegene Liebesbeziehung nie gegeben. Ihr böse war er ohnehin nicht, nie gewesen. Er liebte sie ja, wie hätte er ihr da böse sein können?

An diesem Abend, dem ersten Abend ihrer Wiedervereinigung, ließen sie es behutsam angehen. Es gab nichts zu übereilen, denn wenn sie nach dem, was geschehen war, und eineinhalb Jahren Schweigen wieder zusammenfinden konnten, dann konnte nichts sie trennen. Eine Information aber brachte ihn fast um den Schlaf: Sie war nicht mehr mit Linus zusammen.

Eine Überprüfung schien es zu bestätigen: Ein Eintrag auf ihrer Facebookseite, ein paar Wochen alt, der Link zu einem Trennungslied von Justin Timberlake und das Bild eines gebrochenen Herzens mit der Überschrift ,,Love hurts‘‘, darauf zwei verlinkte Namen, Isa und Linus. Laut Isa war es eine einvernehmliche Trennung gewesen. Aber weder sie noch Louis hatten Lust, das Thema zu vertiefen. Stattdessen wollte sie wissen, wie es in seinem Liebesleben aussähe. Seine Antwort, es habe seit ihr kein Mädchen in seinem Leben gegeben, machte sie ,,sehr froh‘‘. Und dann meinte sie, sie sei am Wochenende in der Stadt, ein Geburtstagsgeschenk kaufen, ob er mitkommen wolle?

Kurz davor wurde die Nervosität unerträglich. Es war das Gefühl, in sich selbst gefangen zu sein. Seine Bewegungsfreiheit war auf ein Minimum eingeschränkt, es fühlte sich an, als könnte er nur hohl stieren wie ein Idiot. Sie stand vor dem Einkaufscenter mit Ohrstöpseln und Handy in der Hand, die schräge Nachmittagssonne ließ ihre blonden Haare glühen. Sie war genauso schön wie auf den Fotos. Eine Begrüßungsumarmung schaffte er nicht, zu sehr fürchtete er, ihren Körper mit den Händen zu berühren. Reden, eine Unterhaltung führen konnte er ganz normal, nur kam ihm alles, was er sagte und wie er es sagte, komisch vor, als spräche gar nicht er selbst, sondern höre sich bloß zu. Um cool und gelassen zu wirken, hängte er die Daumen in die Hosentaschen und sagte ,,Jo‘‘ statt ,,Ja‘‘ und lachte grundlos, doch dabei blieb er Louis, der jemand Coolen und Gelassenen imitierte, immer würde er genau der bleiben, der er war, nämlich Louis.

Als Geschenk entschied sie sich für ein ,,Beauty-Set‘‘ (,,Schützt Deine Haut vor Luftverschmutzung!‘‘). Anschließend machten sie noch einen Spaziergang entlang des Flusses, wo sie eifrig Enten fotografierte, die sie später auf Facebook postete. Er begleitete sie bis zum Bahnhof und wartete mit ihr auf den Zug. Obwohl er es sich fest vornahm, klappte es auch diesmal nicht mit der Umarmung.

Noch am selben Abend kamen die Vorwürfe: Warum er nichts versucht habe, nicht mal eine Umarmung? ,,hättest dus versucht, du hättest mich küssen dürfen!‘‘ Darauf habe sie nur gewartet.  Offensichtlich sei er doch schwerer von Begriff, als sie gedacht hätte. Er versuchte zu erklären, dass seine Liebe schuld war, sie stand ihm im Weg und machte ihn handlungsunfähig. ,,Das nächste Mal versuch ichs, versprochen!‘‘ Demnächst könne sie erst mal nicht, entgegnete sie.

Tagelang nagte es an ihm: Er hätte sie kriegen können, wenn er es bloß versucht hätte. Sie wäre bereit gewesen.

Sie schrieb ihm jetzt expliziter, dass sie eine Liebesbeziehung zwischen ihnen beiden für möglich hielte. ,,Ich brauche jetzt einfach jemand der mich auffängt, der mir halt gibt. ich weiß nicht ob du dazu imstande bist, aber ich will dir vertrauen. alles was du musst ist nur mein vertrauen nicht zu missbrauchen.‘‘ Doch wenn er dann einen Termin für ein neues Treffen vorschlug, war sie verhindert. Mal war es eine Klassenarbeit, mal ein schon feststehendes Treffen mit einer Freundin, und mal nannte sie keinen Grund. Ihre Nachrichten wurden spärlicher. Die Abstände wuchsen zu Stunden, dann zu Tagen, bis sie ganz ausblieben.

Währenddessen hatte sich in ihm ein Gedanke gefestigt. Ohne konkrete Beweise wusste er, sie war wieder mit Linus zusammen. Weil er nicht wusste, wie er darauf reagieren sollte, begann Louis, Rachepläne zu schmieden. Zum Beispiel könnte er alle ihre Verwandten ausfindig machen und fiktive Einladungen zu einem Familienfest an sie und an Linus verschicken. Ein gemieteter Bus würde sie alle abholen, und unterwegs würde dann seine selbstgebastelte Bombe alle in die Luft sprengen. In dieser Situation, so sein Kalkül, hätte sie nur noch einen nahestehenden Menschen auf der Welt – ihn -, ohne zu wissen, wer dafür verantwortlich wäre, und dann würde ihnen beiden endlich niemand mehr im Weg stehen. Andere Pläne spielten mit der Möglichkeit, einen Profikiller auf Linus anzusetzen oder ihn gleich eigenhändig aus der Welt zu schaffen.

Es wurde Sommer. Sein Lieblingsfestival ,,Tomorrowland‘‘ rückte näher, war da, ging vorbei. Mit seinen Eltern verbrachte er zehn Tage in Las Vegas. Das dritte Jahr seiner Pflegeausbildung brach an.

Seit einiger Zeit war er wieder auf ,,Lovoo‘‘ aktiv. Eines Tages tippte er in die Suchmaschine ,,Frau‘‘ ein, klickte auf ,,Bilder‘‘, speicherte das erste attraktive Porträtfoto und fügte es in ein neues ,,Lovoo‘‘- Profil ein. Samantha war geboren, Spitzname Samy. Innerhalb einer Stunde erhielt sie dreißig Likes. Für Louis waren es acht pro Woche.

Am Anfang bekam noch jeder Interessent eine Chance. Sie las seine Selbstbeschreibung durch und sichtete die Bilder. Ihren Ansprüchen genügte keiner. Beim kleinsten Makel landete der Typ im Papierkorb. Glaubte dieser Kerl mit seinen Hängebacken etwa ernsthaft, bei einer wie Samy eine Chance zu haben? Und der hier, was für fleischige Lippen, es ekelte sie schon, wenn sie sich den Kuss nur vorstellte! Wen haben wir denn da, Simon, ah ja, lass mal sehen, was du zu bieten hast… Mmh, nicht schlecht, dein Sixpack, sogar schon mal ganz ordentlich, da musst du aber eifrig für trainiert haben, was? Aber ts, ts, ts, in Sachen Frisur brauchst du wohl noch ein bisschen Nachhilfe, sieht fast aus, als hätte auf deinen Kürbis jemand einen Haufen gelegt, und dafür hast du Geld gezahlt? Hasta la vista, Simon! Wer will als Nächstes?

Unglaublich, wie viele hässliche Typen es gab, an jedem entdeckte sie beim zweiten Hinsehen irgendeinen Makel: Eine Hand, die zu groß geraten war; eine ungleichmäßige Stirnfalte; ein T-Shirt in einem Grünton, der eindeutig zu schrill war. So viel zweite Ware! All diese Notbehelfs und Billigprinzen waren doch einer Samantha nicht angemessen. Denn sie war perfekt, und deshalb hatte sie einen Anspruch auf Perfektion.

Nachdem er Samys Eitelkeit sich eine Weile hatte austoben lassen, beschloss er, dass es so nicht weitergehen konnte, sonst käme ja nie einer in die zweite Runde. Dem nächsten halbwegs akzeptablen Junggesellen würde sie eine Chance gewähren, zumindest die Gunst einer ersten kleinen Konversation. Der Glückliche hieß Alberto und bewies gleich, dass er wusste, was sich gehörte, indem er sie als ,,so krass schön‘‘ bezeichnete, ,,dass es fast nicht sein kann‘‘. Ob sie wirklich echt sei, wollte er wissen. Der war ihr zu clever. Ohne noch ein Wort an Einstein zu verschwenden, wandte sie sich dem nächsten zu. Mit ihm funktionierte es länger.

,,Was machst du grad?‘‘, fragte Tom. ,,Mit dir chatten‘‘, kam die Antwort. ,,doofe frage sry. Immer diese standardfragen am anfang…‘‘, beeilte Tom sich, seinen lahmen Auftakt auszubügeln.

Sie machte sich daran, ihn ein bisschen auszufragen. Ob er noch zur Schule gehe? Was für Musik er möge? Welche Hobbies er habe? Über alles erstattete er ausführlich und sorgfältig Bericht. Vor allem mit den Hobbies gab er sich Mühe: ,,Ich liebe es zu zeichnen!! Denk das ist meine größte leidenschaft. Es gibt nichts besseres als mit musik im garten zu sitzen und zu zeichnen. Bin dann wie in ner ganz andren welt, kennst du das?‘‘ Ein so sensibler, kreativer Charakter beeindruckte Samy, was sie ihn sogar dezent wissen ließ, indem sie ein ,,schön gesagt‘‘ springen ließ. Auf Verlangen schickte er gleich zwei Fotos seiner Werke, ein Sonnenuntergang am Meer und die Brooklyn Bridge, deren Machart ein gewisses Talent nicht leugnen ließ. Nun gierte Tom danach, mehr über dieses einmalige Mädchen zu erfahren, das so unverhofft in sein Leben getreten war. ,,am liebsten mach ich mit einer Person die mir wichtig ist ein spaziergang.‘‘, erklärte Samy. Übermütig, ihrem Ideal immerhin schon in einem Punkt zu entsprechen, versicherte er ihr: ,,Es gibt ein paar wunderschöne Orte nicht weit von hier!! Die würd ich dir gerne zeigen. Natürlich nur wenn du lust hast?‘‘ Und nachdem ihn Samy fünf Minuten hatte zappeln lassen: ,,Nicht dass du dich zu irgendwas gedrängt fühlen sollst, so war das nicht gemeint!!‘‘ – ,,Sry, war grad auf dem klo. echt süß von dir dass du mir das zeigen willst.‘‘

So lief das Gespräch noch eine Weile weiter, bis Samy abrupt Schluss machte. Sie treffe noch jemanden. ,,Wen denn?‘‘, kam prompt die Frage. ,,nur ein Freund, wir gehen zusammen eis essen.‘‘ Jetzt schob er sicher Panik. ,,Sehn/schreiben wir uns wieder? Ich fand es nämlich sehr schön mit dir! Weißt du, ich hätte nie gedacht dass ich an einem tag wie heute ein Mädchen wie dich kennenlern!‘‘ Und Samy, die in Eile war: ,,muss los. fand es auch lustig.‘‘

Sobald Louis das nächste Mal online ging, ploppte sofort eine Nachricht von Tom auf. Er habe, bekannte er im Laufe des Gesprächs, ständig an sie denken müssen. ,,das ist aber nicht gut. wir kennen uns doch noch gar nicht.‘‘, gab sie zu bedenken. ,,Dann lernen wir uns eben besser kennen!‘‘, entgegnete er leidenschaftlich. Zwei Liebesbeziehungen hatte er schon gehabt. Auf Fotos sah er gut aus mit seinem stolzen Gesicht und den sinnlichen Lippen. Sicher sei er ein Frauenschwarm, schmeichelte sie ihm. Und sie erst?, wollte er wissen und war umso erstaunter, als sie erklärte, mit Männern bisher kein Glück gehabt zu haben. ,,alle schauen immer nur aufs aussehen. aber wie ich bin als mensch ist ihnen egal.‘‘, klagte sie. ,,Ich finde du bist ein sehr interessanter mensch!‘‘, stellte er fest. ,,du bist süß!‘‘, revanchierte sich Samy.

Am Ende des Tages hatte er ihr Fotos geschickt von seinen zwei Tattoos – ein Kompass auf der Innenseite des Unterarms und drei aufflatternde Vögel auf dem Oberschenkel, einem muskulösen, männlichen Oberschenkel –, und sie hatte ihm erlaubt, sie ,,Babe‘‘ zu nennen.

Dass es längt überfällig war, den Schwindel aufzudecken, war Louis klar. Jedoch wurde Tom ihm immer sympathischer. In den Stunden, die sie miteinander chatteten, kamen sie sich auf eigentümliche, unvergleichliche Weise näher. Von außen betrachtet hatte dieser Junge alles, was ein Junge haben musste: Ein gutes Aussehen, viele Freunde und Freundinnen, ein cooles Auftreten. Und dennoch wurde er vor einem Mädchen wie Samy so hilflos, wie Louis es vor Isa gewesen war. Louis wäre gern Toms Freund geworden.

Ungeachtet seiner freundschaftlichen Gefühle für Tom gefiel ihm Samys Rolle. Dass er sich dazu in eine Frau hineinversetzen musste, bereitete ihm erstaunlicherweise kaum Schwierigkeiten. Er musste sich nur ein paar Eigenschaften und Verhaltensweisen aneignen, die ihm bisher verwehrt gewesen waren: Stolz, Macht und eine Prise Willkür. Er begann gerade erst, sich in dieser Rolle heimisch zu fühlen. Da sah er nicht ein, wieso er sie gleich wieder aufgeben sollte.  

Nach Mitternacht. Über hundert Kilometer von Louis entfernt liegt ein anderer Junge in seinem Bett, das Gesicht wie Louis in den blauen Schein des Handys getaucht. ,,grad würd ich gern deinen körper an meinem spüren.‘‘, schreibt ihm ein bildhübsches Mädchen namens Samy. ,,ich will deine brust an meinen brüsten spüren. will dich küssen, erst deinen Mund, dann deinen Bauch, und wenn du es fast nicht mehr aushalten kannst schließ ich meine lippen um deine Eichel und streichle sie ganz sanft.‘‘ Und alles, was dem Jungen übrigbleibt, ist, doch nur eine weitere Nachricht ins Handy zu tippen: ,,oh babe, habs nicht mehr ausgehalten und mir einen runtergeholt und mir dabei vorgestellt, wie wir miteinander schlafen. Ich will dich, Samy, ich will dich um alles in der Welt, ich würde alles für dich tun, sag mir, was ich tun soll, und ich tu’s!‘‘

Einen Tag später nahm sie ihn beim Wort. ,,ich will das du ins bad gehst und deinen schwengel für mich fotografierst.‘‘, bat sie. Fünf Minuten später traf das Beweisfoto ein.

Auf ihre Bitte hin schickte er ihr ein Bild seiner Familie. ,,attraktiver Kerl, dein Bruder!‘‘, bemerkte sie. Von da an flocht sie in jedes ihrer Gespräche absichtlich nebenbei eine Frage nach seinem Bruder ein. Wie es ihm gehe? Ob er gerade zu Hause sei? Ob er eine Freundin habe? Die ersten Male gab Tom bereitwillig Auskunft, aber schließlich konnte er sich nicht mehr zurückhalten: ,,Warum interessierst du dich so für meinen bruder?‘‘ Sie gab ein paar ausweichende Antworten, doch er ließ nicht locker. ,,ist da jemand eifersüchtig?‘‘, schrieb sie. ,,eifersucht ist aber ziemlich unsexy.‘‘ Das wirkte.   

Mittlerweile hatten seine ständigen Vorschläge für ihr erstes Date kritische Ausmaße angenommen. Selbst die Geschichte, die sie sich zu diesem Zweck zurechtgelegt hatte, zog nicht mehr. Laut dieser hatte ihr letzter Freund sie so sehr verletzt, dass sie noch immer nicht ganz darüber hinweg sei. Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen, keiner von beiden hätte gezweifelt, den Richtigen getroffen zu haben. Sie hätten sich alles erzählen können, es hätte einfach gepasst, und sie habe sich ihm völlig ausgeliefert, denn ,,Liebe macht blind‘‘. Vielleicht wären sie noch immer zusammen, wäre sie nach einem perfekten Jahr nicht durch Zufall darauf gestoßen, dass er sie die ganze Zeit schon mit einer anderen betrog. ,,da ist etwas in mir zerbrochen‘‘, schilderte sie, ,,und ich hab mir geschworen nie mehr wieder jemandem einfach so zu vertrauen. das hat nichts mit dir zu tun! alles worum ich dich bitte ist ein bisschen zeit.‘‘ Aber je konkreter sich eine Liebesbeziehung zwischen ihnen abzeichnete, desto ungeduldiger wurde er. Wie wäre das, jetzt am Wochenende könnte er sie besuchen, es wären kaum zwei Stunden mit dem Zug, oder wenn ihr das lieber wäre, könnten sie sich auch in der Mitte treffen, es gäbe dort einen See, sie könnten eine Schiffrundfahrt machen, er lade sie ein. Und endlich sagte sie zu, ja, nächsten Freitag komme sie gerne zu seiner Geburtstagsparty.

Das war in drei Tagen. Louis schickte Samy mit ihrem besten Freund Luki für zwei Tage auf Campingurlaub. Das verschaffte ihr einen Vorwand, seltener online zu gehen, und ihm Zeit, sich etwas zu überlegen. Natürlich wollte Tom jeden Abend genau wissen, was sie den Tag über getrieben hatte, und wenn sie ihn dann ausreichend beruhigt hatte, dass zwischen ihr und Luki nichts laufe, schwärmte er von ihrer nahenden Vereinigung, sein Bruder hätte einen DJ organisiert, seine Schwester bereite eine ganz besondere Art von Lampions vor – aber der wahre Höhepunkt des Abends werde natürlich sie sein. Auch seine Freunde könnten es kaum erwarten, das Mädchen mit eigenen Augen zu sehen, von dem er ihnen seit Tagen vorschwärmte. ,,gib mir noch bescheid wann ich dich vom bahnhof abholen soll!‘‘  

Der Donnerstagabend brach an, ohne dass sie eine Ankunftszeit mitgeteilt hatte. Seine Nachricht vom Morgen hatte sie noch nicht gelesen, was untypisch war. Gegen zehn Uhr meldete das Handy eine neue Nachricht von Samy. ,,hey tom‘‘, las er, ,,tut mir leid das ich dir das sagen muss aber es ist was passiert. zwischen mir und luki. wir sind uns die letzten tage sehr nahgekommen. letzte nacht haben wir miteinander geschlafen. es tut mir leid tom! ich wäre gern zu deiner party gekommen! ich bin froh dich kennengelernt zu haben und du sollst wissen das ich dich nicht vergessen werde. deine samy‘‘

Zwei Tage später musste er auf einmal ihr Profilbild öffnen. Er starrte sie an: Die braunen, geheimnisvollen Augen, die geschwungenen, gleichmäßig auslaufenden Brauen, das dichte, lockige Haar mit den blonden Strähnen, der braun-weiche Teint, der mit dem empfindsamen Rot ihrer Lippen harmonierte. Ein gähnender Abgrund tat sich auf.

Zwei Tage nachdem der Chat zwischen Samy und Tom bereits gestorben zu sein schien, klingelte bei Louis eine neue Nachricht. Diesmal wirklich die letzte. Nur ein Screenshot von Toms Display: Im Browserfenster, zwischen lauter lockenden, verheißungsvollen Frauenkörpern und -gesichtern die rauchigen Augen seiner Samy, seines ,,Babes‘‘, das eigentlich Miss Australia war.

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