Hintersinn im Radio

Ein Radio spielt auf dem Höhepunkt meiner Kurzgeschichte ,,Solo“, die 2024 den 1. Platz beim zeilen.lauf-Literaturwettbewerb gewann… Und nun spielt ein Radio meine Kurzgeschichte!

Radio Helsinki präsentiert in #51 der Sendung Literatur aus anderen Galaxien meine Kurzgeschichte ,,Solo“.

Herzlichen Dank an Margarita Kinstner für diesen intergalaktischen Beitrag!

,,Darf ich meine Zahnärztin beißen?“ – Bieler Gespräche 2025

Lob, Kritik, aber vor allem das Interesse daran, wie es mit Robin weitergeht – das nehme ich aus der diesjährigen Ausgabe der Bieler Gespräche mit! Vormittags Besprechung meines Textes ,,Das Gewehr“ in der Textwerkstatt. Nachmittags Schreibworkshop mit Autor Heinz Helle. Zwischendurch Schmökern in den Fragen an der Zettelwand (siehe Titel; eure Antworten in die Kommentarspalte). Der 8. Februar im Schweizerischen Literaturinstitut motiviert! 

1. Platz beim zeilen.lauf!

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich möchte kurz innehalten, um einen Moment mit Dir zu teilen, der mir sehr viel bedeutet. Vor genau 2 Wochen hat meine Kurzgeschichte ,,Solo“ beim Literaturwettbewerb zeilen.lauf 2024 in Baden bei Wien den 1. Platz gewonnen! 

In der Bilderstrecke erwarten Dich ein paar Eindrücke fürs Auge.

Fürs Ohr kannst Du Dir hier meine Lesung anhören.

Ich sage von Herzen Danke an die Jury und alle, die diesen fantastischen Abend ermöglicht haben!

Das Gewehr

Was, wenn unter meinem Bett ein Gewehr liegt?

Robin schlug die Augen auf. Wo, zum Teufel, kommt auf einmal dieser Gedanke her? Warum habe ich solche Gedanken?

Alles, was er sah, waren die Kiste mit der Sommerdecke und Staub. Kein Gewehr. Natürlich nicht. Robin musste unwillkürlich über sich und seine Schnapsideen lachen. Kopfschüttelnd drückte er den Lichtschalter und legte sich wieder hin. Er spürte die Erleichterung durch seine Venen strömen wie Morphium. 

Hast du wirklich richtig geschaut?

***

Liebe Leserin, lieber Leser, dieser Ausschnitt aus meinem aktuellen Romanprojekt wurde ausgewählt, um im Februar 2025 in der Textwerkstatt der Bieler Gespräche besprochen zu werden. Hier geht es zum Text!

Erdbeeren

,,Wa- was heißt das?“, fragte Amanda.

,,Das lässt sich schlecht erklären. Man muss ihn selber erlebt haben.“

,,Wen?“

,,Andrej.“

Etwas an der Art, wie Maya diesen Namen aussprach, setzte Amandas Nackenhaare unter Strom.

Liebe Leserin, lieber Leser, den besonders Aufmerksamen unter euch wird nicht entgehen, dass doch schon einmal ein Text mit diesem Titel und diesem Bild hochgeladen wurde. Nun, ich habe euch ja vorgewarnt, dass alle Auszüge aus meinem aktuellen Romanprojekt provisorisch sind. So auch die Szene, in der Amanda zum ersten Mal auf Maya trifft. Der Text ist so frisch wie die Erdbeere, die Amanda probiert. Wenn auch ihr probieren wollt, HIER ENTLANG.

Frank

Dieser Text ist ein Fragment und fängt gerade erst an, seine ersten unsicheren Schritte zu machen. Er gehört zu einem viel längeren Text, der auch schon auf der Welt ist, aber gerade erst das Laufen lernt, damit er sie entdecken kann. Eines Tages, wenn er erwachsen geworden ist, wird aus ihm vielleicht ein Roman. Aber erwachsen wird man noch früh genug! Solange es noch nicht so weit ist, ist er ein Kind, und das ist auch gut so! Er soll spielen dürfen. Sich ausprobieren. Er soll sich überschätzen, hinfallen, kurz und heftig weinen und sich dann wieder aufrappeln und weiterspielen. / Zum Text

1:1

,,Selbst die Bäume im Wald sind verkabelt.“ – David

Dieser Text stammt aus meinem aktuellen Romanprojekt. Einen Titel gibt es noch nicht, doch das Thema steht fest: Psychose und Schizophrenie. Im Zentrum stehen Joshua, der als Psychologe in einer Psychiatrie arbeitet, und die Menschen, die er dort kennenlernt. Manche der Figuren haben reale Vorbilder; Namen, Orte, wesentliche Charakterzüge und Lebensumstände wurden jedoch stark verändert und hinzuerfunden. Sie haben mit ihren Vorbildern ungefähr so viel gemein wie die Statue des Bildhauers mit dem Stein, aus dem er sie gehauen hat. Andere Figuren sind frei erfunden; jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten realen Personen wäre rein zufällig. 

Hier erzählt Joshua von seiner 1:1-Begleitung von David.

Wahnstimmung

Im Dezember 2022 nahm ich an einer Studie der Universität Fribourg (CH) teil. Sie untersuchte die Effekte von LSD auf gesunde Personen. Im Folgenden schildere ich meine Erfahrungen mit einer hohen Dosis LSD (150 Mikrogramm), die ich im Rahmen dieser Studie einnahm. Ich habe niemals vorher LSD oder ähnliche Substanzen ausprobiert und mich nur darauf eingelassen, weil es im kontrollierten Setting einer Studie geschah. Während der gesamten LSD-Sitzung, die von 9 bis 18 Uhr dauerte, war ich in permanenter Begleitung durch zwei Studienmitarbeiter.

Der folgende Text besitzt weder eine bestechende Dramaturgie, noch habe ich mir die Mühe gemacht, die einzelnen Abschnitte miteinander zu verbinden. Ich habe ihn für nichts sonst geschrieben, als um festzuhalten, was mich an meiner ersten Begegnung mit LSD nachhaltig beeindruckt hat. Das erklärt den impressionistischen Charakter dieses Textes.

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Der Erleuchtete

Ich habe nichts gegen non-binäre Menschen. Ich finde es gut, dass wir das traditionelle Geschlechterkonzept infrage stellen. Und hier liegt das Problem: darf ich Kim de l’Horizon kritisieren?

Lest hier meine Kritik an Kim de l’Horizons ,,Blutbuch“

Die Gruppe

Ein Handyvideo: ein Badezimmer in schummrigem Neonlicht, eine junge Frau mit üppigem Lockenkopf, sie vollführt Gesten, die für sie magische Kraft besitzen. Im nächsten Video sind Amandas Hände mit einem Seil an den Handtuchhalter gefesselt.

Drei Jahre sind seit der Gruppe vergangen. Drei Jahre, in denen der zeitliche und räumliche Abstand Amanda geholfen haben besser zu verstehen, was ihr da eigentlich genau passiert ist. Und doch stößt ihr Verständnis immer wieder an Grenzen. Deshalb ist Amanda sofort einverstanden, als ich sie frage, ob ich ihre Geschichte aufschreiben darf. / Zu Amandas Geschichte hier entlang.