Der Erleuchtete

Ich habe nichts gegen non-binäre Menschen. Ich finde es gut, dass wir das traditionelle Geschlechterkonzept infrage stellen. Und hier liegt das Problem: darf ich Kim de l’Horizon kritisieren?

Lest hier meine Kritik an Kim de l’Horizons ,,Blutbuch“

Die Gruppe

Ein Handyvideo: ein Badezimmer in schummrigem Neonlicht, eine junge Frau mit üppigem Lockenkopf, sie vollführt Gesten, die für sie magische Kraft besitzen. Im nächsten Video sind Amandas Hände mit einem Seil an den Handtuchhalter gefesselt.

Drei Jahre sind seit der Gruppe vergangen. Drei Jahre, in denen der zeitliche und räumliche Abstand Amanda geholfen haben besser zu verstehen, was ihr da eigentlich genau passiert ist. Und doch stößt ihr Verständnis immer wieder an Grenzen. Deshalb ist Amanda sofort einverstanden, als ich sie frage, ob ich ihre Geschichte aufschreiben darf. / Zu Amandas Geschichte hier entlang.

Erzählband

Liebe Leserin, lieber Leser,

Fünf Monate liegt der letzte Beitrag zurück. Ich habe diese Zeit genutzt, um einige Texte ausführlich zu überarbeiten. Nun ist er fertig: mein erster Erzählband mit dem Titel ,,Die Angst, das Leben zu verpassen“.

Alle Texte sind in den vergangenen vier Jahren entstanden. Alle erzählen von erster Liebe oder der Suche danach, von Glück, das direkt vor einem liegt und das man woanders sucht, von dem Wunsch, nicht allein zu sein, und von der Schwierigkeit, zu zweit zu sein.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei dem Förderkreis deutscher Schriftsteller*innen Baden-Württemberg bedanken, der meinen Erzählband mit einem großzügigen Arbeitsstipendium unterstützt hat.

Mein Erzählband umfasst die titelgebende Erzählung ,,Die Angst, das Leben zu verpassen“, außerdem die Erzählungen ,,Eine wie Rosa“ , ,,Was Richtiges“ ,,Der Verrat“ , ,,Ist da noch frei?“ , ,,Romanze bei Mondschein am See“, ,,Glücksbringer“, ,,Das Selfie des Dorian“ und ,,Das is‘ halt der Kevin.“. Insgesamt also 9 Erzählungen auf 224 Buchseiten.

Nun beginnt die Suche nach einem Verlag. Falls ich einen Verlag finde, werdet Ihr es als Erste erfahren.

Mit lieben Grüßen

Euer Johannes

,,Das is‘ halt der Kevin.“

Früher schlug Kevins Herz für Blockbuster und Bravo Hits. Doch auch an Kevin ist nicht vorübergegangen, dass man jetzt individuell sein muss. Deshalb inszeniert er sich neuerdings auf Instagram als vollbärtiger Naturbursche und schließt sich der ,,Hexagon-Community“ an. Es ist ganz einfach: Man muss nur ein Produkt der Marke Hexagon kaufen, schon gehört man dazu. Selbst künstlerisch tätig ist Kevin bisher zwar noch nicht, einen eigenen Künstlernamen hat er dennoch schon: ,,LCBQ‘‘, inspiriert von seinen vier Lieblingsmarken Lacoste, Carhartt, Bench und Quiksilver. Was Kevin stört: dass seine Freundin Jenny keinen Sinn für Mode hat. Wenn sie ihm vorwirft, er wisse nicht, wer Putin sei, zuckt Kevin selbstbewusst die Achseln:  ,,Das is‘ halt der Kevin.‘‘

Danke, Psychologie Heute!

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute Morgen erwartete mich in meinem Briefkasten zur Abwechslung einmal keine Rechnung, sondern…

…die neue Ausgabe der Psychologie Heute!

Mit großer Freude darf ich vermelden, dass die Psychologie Heute meinen Text ,,Vom Wunsch, gesucht zu werden“ in der Rubrik ,,Therapiestunde“ veröffentlicht hat.  Ich freue mich sehr, dass mein Porträt von Nico, einem jungen Mann mit der Diagnose Schizophrenie, auf diesem Weg einem breiteren Publikum zugänglich wird. Dafür möchte ich mich bei der Psychologie Heute – Redaktion herzlich bedanken!

Die Psychologie Heute könnt ihr an allen Kiosken käuflich erwerben und anschließend in der Frühlingssonne genießen.

Liebe Grüße,

euer Johannes

P.S. Die ganze Geschichte von Nico findet ihr auf Hintersinn unter www.hintersinn.de/eigensinn/vom-wunsch-gesucht-zu-werden.

Das Selfie des Dorian

Hey Leute, willkommen zu meiner Performance für Hintersinn.de! Manche von euch folgen mir bereits auf Instagram at therealdorian. Für die, die mich noch nicht abonniert haben: Ich heiße Dorian und bin Psychology Student, Musiker, Life-Artist, aber vor allem: Insta-Blogger. In diesem Beitrag erkläre ich euch, wer ich bin und wieso ihr mir folgen sollt. / WEITERLESEN

Die Angst, das Leben zu verpassen

Lionel studiert als einer von vielen in Freiburg Germanistik, aber eigentlich ist er Schriftsteller, Drehbuchautor, Journalist, Rapper. Als ,,The A‘‘ rappt er über die Probleme seiner Generation, wie die mickrige Auswahl an Feiermöglichkeiten in Freiburg. Als Drehbuchautor lässt Lionel sich nicht entmutigen. Nach einer Absage der Film-Uni Babelsberg bewirbt er sich einfach direkt für den Master. Nachdenken über berufliche Zukunft oder gar Studienberatung findet er spießig. In einem Pausensemester stolpert Lionel in eine ,,Freundschaft Plus‘‘ mit seiner Mitbewohnerin Isa, ebenfalls Germanistikstudentin, aber eigentlich Sängerin. Wie zuvor bereits Lionels Ex-Freundin Tania möchte Isa sich in Beziehungen alle Türen offenhalten. Überhaupt umgibt Lionel sich ausschließlich mit offenen Leuten. / WEITERLESEN

,,Keine Freude“

,,Ich bin der Geist, der stets verneint. Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Bevor Ihr mich Satan schimpft, nennt mich Bernd geschwind.‘‘ Drei Monate lang lernte ich Bernd F. jeden Donnerstag in der Gruppentherapie und auf den fünf Minuten gemeinsamen Wegs danach immer näher kennen. Er erklärte mir, weshalb er sich einen ,,Büchercasanova“ nenne, brachte mich mit seinen selbst ausgedachten Rätseln an meine Grenzen und willigte schließlich ein, dass ich ein Diagnostisches Interview mit ihm führte. So lernte ich auch seine Geschichte kennen. Und je mehr ich darüber erfuhr, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass diese Geschichte es verdient, erzählt zu werden. / ZUM TEXT

,,Warum bist du so normal?“

Was haben Elon Musk, Rainbow Gatherings und ein schizophrener Patient gemeinsam? In mehreren Texten gehe ich der Frage nach: Wie unterscheiden wir eigentlich zwischen ,,normal“ und ,,verrückt“? Teil 1 widmet sich dem Phänomen Elon Musk: Wenn Verrücktheit zur Werbemasche wird…

Materialismus und Nahtoderfahrungen

Um die Universalhypothese, alle Schwäne seien weiß, zu widerlegen, genügt ein einziger schwarzer Schwan. Um das materialistische Paradigma, Bewusstsein sei ein Produkt des Gehirns, zu widerlegen, bedarf es nur eines Falls, in dem Bewusstsein unabhängig vom Gehirn existiert. Daher geht es nun um Nahtoderfahrungen.